News: Siege für Potsdam und Buschhütten

23.06.2019 18:28 von Thorsten Eisenhofer

Triathlon Potsdam bei den Männern und das EJOT Team TV Buschhütten bei den Frauen haben das zweite Rennen der Saison der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga am Sonntag (23. Juni) in Düsseldorf gewonnen. Die Potsdamer Männer setzten sich über die Sprintdistanz(750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) vor dem favorisierten EJOT Team Buschhütten und dem Überraschungsdritten REA Card Team TuS Griesheim durch. Bei den Frauen gelang den ProAthletes KTT 01 und dem SFF Bonn Team artegic der durchaus überraschende Sprung auf das Podium bei den im Rahmen des Düsseldorf Triathlon ausgetragenen Rennen.

Potsdam mit vier Athleten in den Top Ten

Den Potsdamern war die Freude über den Sieg anzusehen. Durch ein Spalier, gebildet von der Potsdamer Frauenmannschaft (Rang vier), lief das Quintett zur Siegerehrung. Philipp Wiewald sprach davon, „dass mit dem Sieg ein Traum in Erfüllung gegangen ist“. Die Potsdamer glänzten in Düsseldorf durch eine Top-Teamleistung mit vier Athleten unter den ersten neun. Wiewald belegte Rang vier, Tim Siepmann folgte auf Platz sechs, Ognjen Stojanovic (Serbien) wurde Achter und der Düsseldorf-Vorjahressieger Jorik van Egdom (Niederlande) Neunter.

Somit setzten sich die Potsdamer mit Platzziffer 27 deutlich vor dem EJOT Team Buschhütten (Platzziffer 58) durch, das wie schon im vergangenen Jahr in Düsseldorf den Mannschaftserfolg verpasste. Die Siegerländer stellten mit Justus Nieschlag, der seinen dritten Bundesliga-Einzelsieg schaffte, den Tagessieger und mit Richard Murray, zum Bundesligaauftakt vor drei Wochen im Kraichgau Erster, auch den Zweiten. Die weiteren Athleten konnten sich aber nicht so weit vorne platzieren, sodass der Titelverteidiger den zweiten Erfolg im zweiten Rennen der Saison verpasste. „In der Bundesliga reichen die Platzierungen eins und zwei eben nicht, um ein Rennen zu gewinnen“, sagte Buschhüttens Teammanager Rainer Jung: „Glückwunsch an Potsdam, die haben es gut gemacht.“ Potsdam und Buschhütten liegen nun nach zwei von vier Rennen punktgleich an der Tabellenspitze.

Rang drei ging an das REA Card Team TuS Griesheim (Platzziffer 79), das sich immer mehr zur Überraschungsmannschaft der Saison mausert. Die Südhessen waren zum Auftakt der Saison Fünfter geworden. Rang vier in Düsseldorf holte sich das hep Team NSU. Eine große Steigerung für die Mannschaft aus Neckarsulm, im Kraichgau noch Vorletzter.

Nieschlag gehörte zu den ersten Schwimmern, die aus dem Wasser im Medienhafen kletterten und setzte sich auf der Radstrecke zusammen mit Maximilian Schwetz (KiologlQ Team Saar) ab. Die beste Radzeit lieferte Lokalmatador Ruben Zepuntke, der das Spitzenduo jedoch nicht mehr erreichen konnte. Nieschlag ließ sich den Sieg auf der Laufstrecke nicht mehr nehmen, während dahinter der Kampf um die Position entbrannte.

Erster Einzelsieg für Mazzetti

Bei den Frauen war es Buschhütten im Kraichgau gelungen, die ersten drei Einzelränge zu belegen und so mit der kleinstmöglichen Platzziffer sechs zu gewinnen. In Düsseldorf wurde es ein Doppelsieg von Anna Maria Mazzetti (Italien) vor Kraichgau-Siegerin Emma Jeffcoat (Australien). Yuliya Yelistratova (Ukraine) belegte für Buschhütten Rang fünf, dazwischen schob sich unter anderem Olivia Mathias (Triathlon Potsdam). Somit war es Platzziffer acht für das EJOT Team. Mazzetti jubelte: „Ich freue mich sehr über meinen ersten Einzelsieg in der Bundesliga.“

Mazzetti, Jeffcoat und Mathias gehörten zu einer fünfköpfigen Spitzengruppe, die sich nach dem Schwimmen gebildet hatte. „Anna Maria und Emma haben das sehr gut gemacht“, lobte Teammanager Jung. Seine Mannschaft führt die Tabelle mit zwei Siege aus zwei Rennen nun souverän an. „Wir haben uns eine gute Ausgangsposition im Titelkampf geschaffen“, sagte Jung, der aber noch nicht von einer Vorentscheidung im Titelrennen sprechen wollte.

Hinter Buschhütten überraschten Köln (Platzziffer 31), die das erste Podium der Vereinsgeschichte sicherten, und Bonn (Platzziffer 36) als Zweiter und Dritter. Für Köln erreichten Milan Agnew als Siebte, Franca Henseleit als Achte und Sophie Rohr als 16. Das Ziel. „Wir haben im Vorjahr das Podium dreimal knapp verpasst. Es ist toll, dass es nun geklappt hat. Wir sind super happy“, sagte Henseleit, beste deutsche Athletin in Düsseldorf.

Bonn war mit seiner besten Aufstellung an den Start gegangen und steigerte sich gegenüber dem Auftaktrennen - wie auch Köln - von der Platzierung her deutlich. Eva Daniels, Hannah Stegmaier und Lea Wevelsiep belegten die Einzelränge zehn, elf und 15. „Das ist wie ein kleiner Traum, der in Erfüllung geht“, sagte Stegmaier.

Das nächste Rennen der Saison der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga findet am 21. Juli in Tübingen statt.

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