News: Mein Bundesliga-Moment des Jahres: Thomas Pignede

10.12.2019 09:22 von Thorsten Eisenhofer

Die Saison der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga ist vorbei – zumindest im Wasser, auf dem Rad und der Laufstrecke. Die Meister sind gekürt, die Absteiger gefunden. Doch die Saison hatte mehr als nur die reinen Ergebnisse zu bieten. Wir lassen für euch einige der Protagonisten des Jahres zu Wort kommen, die spannende Geschichten rund um die 24. Saison zu erzählen haben. Heute: Thomas Pignede, Teammanager vom Triathlon-Team DSW Darmstadt. Seine Mannschaft erreichte in Tübingen überraschend Rang zwei.

Wenn ich an Tübingen denke, denke ich auch an das Rennen in der Saison 2016. Das letzte der Saison. Wir stehen auf Tabellenrang 13. Mitten im Abstiegskampf. Aufgrund personeller Engpässe sind wir nur zu viert am Start. Einer der vier Athleten bin ich. Ich würde nicht behaupten, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch Bundesliganiveau hatte. Wir müssen also alle ins Ziel kommen. Das gelingt. Es reicht für Rang 14 im Endklassement, dem ersten Nicht-Abstiegsplatz.

Wenn ich an Tübingen denke, denke ich auch an das Rennen in der Saison 2019. Ich bin mittlerweile auf den längeren Distanzen unterwegs, das Team ist deutlich verjüngt. Und deutlich besser als drei Jahre zuvor. Wir haben einige gute deutsche Nachwuchstalente im Kader. Wir wissen, dass eine Top-5-Platzierung möglich ist. Wenn alles gut läuft. Diese Saison ist bislang leider noch nie alles gut gelaufen. Pleiten, Pech und Pannen – so lassen sich die ersten beiden Rennen zusammenfassen. In Tübingen soll es nun besser laufen.

Ich mag das Rennen in Tübingen: Kurze Wege, Bombenstimmung, spektakuläres Rennen vor geiler Kulisse. Am Vorabend des Wettkampfes gehe ich traditionell mit meinem Teammanagerkollegen Micha Zimmer in den Biergarten neben dem Schwimmstart. Anschließend sind wir noch mal ins Wasser. Ein kurzes Antesten für meine schwimmstarke Mannschaft …

An meinem kleinen Schwimmtest lag es vermutlich eher nicht. Aber was die Jungs dann im Wettkampf gezeigt haben, hat alle meine Erwartungen übertroffen. Vier Athleten in den Top 20 – uns war klar, wir müssen ein sensationell gutes Ergebnis erzielt, etwas Großartiges geleistet haben. Trotzdem mussten wir im Zielbereich bangen, abwarten, bis die Ergebnisse bekannt waren. Dann: Rang zwei, pure Freude, großer Stolz - das beste Mannschaftsergebnis für unser Team seit vermutlich 20 Jahren. Es war einfach unfassbar.

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