News: Mein Bundesliga-Moment des Jahres: Scott McClymont

17.12.2019 09:30 von Thorsten Eisenhofer

Die Saison der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga ist vorbei – zumindest im Wasser, auf dem Rad und der Laufstrecke. Die Meister sind gekürt, die Absteiger gefunden. Doch die Saison hatte mehr als nur die reinen Ergebnisse zu bieten. Wir lassen für euch einige der Protagonisten des Jahres zu Wort kommen, die spannende Geschichten rund um die 24. Saison zu erzählen haben. Heute: Scott McClymont vom REA Card Team TuS Griesheim. Seine Mannschaft erreichte in Düsseldorf überraschend Rang drei.

Wir hatten beim Saisonauftakt im Kraichgau ein sehr junges Team am Start. Und mit diesem jungen Team ist es uns endlich mal gelungen, besser abzuschneiden als mit einem zweistelligen Rang. Zweistellige Ränge haben wir so oft in den vergangenen Jahren erreicht. Platz fünf war schon ein richtig gutes Ergebnis. Und nach dem Wettkampf im Kraichgau wussten wir, dass wir es auf das Podium schaffen können, wenn mal alles gut läuft.

In Düsseldorf waren wir wieder ein sehr junges Team. Trotzdem waren wir uns der Chance bewusst, etwas ganz Großes machen zu können, auch wenn das vorher keiner aussprechen wollte. Wir wussten, dass ein paar Teams Probleme bei der Besetzung haben – aber das gehört in der Bundesliga eben auch dazu.

Ich schaffte es trotz eines eher ruppigen Schwimmens in die erste große Radgruppe. Und diese Radgruppe wurde von Runde zu Runde immer kleiner, das Tempo vorne immer schneller. Es ging für mich nur noch darum, die Hinterräder zu halten. Als wir zum zweiten Wechsel kamen, hatten wir rund eine Minute Vorsprung auf die nächste Gruppe. Außer mir war aus unserer Mannschaft noch Andreas Carlsson dabei. Da wusste ich, dass wird relativ gut abschneiden werden. Mit einem guten Endspurt auf den letzten 100 Metern konnte ich mich beim Laufen noch von Rang 17 auf Platz 15 vorarbeiten.

Im Ziel haben wir sofort gesagt bekommen, dass es vielleicht reichen könnte zu Platz drei. Wir wussten es aber nicht. Sicherheitshalber haben wir schon mal unsere Teamtrikots geholt. Die brauchten wir ja, falls wir zu den drei Mannschaften gehören sollten, die bei der Siegerehrung dabei sind. Der Traum, den ich habe, seit ich 2012 das erste Mal ein Bundesligarennen im Kraichgau angeschaut habe, hat sich dann ja auch erfüllt: wir haben es als Dritter mit dem Team auf das Podium geschafft. Es war ein riesen Erfolg für unser junges Team, wir waren richtig zufrieden damit.

An Düsseldorf habe ich fast jedes Jahr gute Erinnerungen, sei es in der Bundesliga oder beim Jugendcup. Das Podium in diesem Jahr ist dabei sicherlich die schönste Erinnerung. Ich hoffe, es kommen noch welche dazu.

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