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Titelverteidiger METALLART AST-Süßen will erneut um die Spitze kämpfen

19.05.2026 –  Swantje Kaiser

Mit dem Motto „Teamgeist, Leidenschaft und Erfolg“ möchte METALLART AST-Süßen auch 2026 wieder um die Podestplätze kämpfen.

Team METALLART AST-Süßen an der Startline im Wasser

Das Team aus Süßen gehörte bereits im vergangenen Jahr zu den Top-Favoriten. Nachdem die Mannschaft 2024 als Tabellenführer im letzten Rennen noch auf Rang sieben zurückgefallen war, erfüllte sich das Team rund um Teamleiter Hannes Müller 2025 den großen Traum vom Bundesliga-Titel. „Unser Ziel war schon immer, die Bundesliga zu gewinnen. Und dementsprechend haben wir letztes Jahr dieses große Ziel erreicht und starten jetzt sehr zufrieden und auch mit weniger Druck in die neue Saison“, erklärt Müller. 

Schwieriger Saisonstart im Kraichgau 

Als Titelverteidiger in die neue Saison zu gehen, ist für das Team etwas ganz Besonderes. Zwar ist die Freude über den Titelgewinn weiterhin groß, im Fokus steht 2026 jedoch nicht die erneute Meisterschaft, sondern eine konstant starke Saison. „Dieses Jahr ist jetzt eher Zielsetzung Podium“, sagt Müller. „Ich schaue dann auch immer vor der Saison, wie es bei den einzelnen Rennen aussieht.“ 

Vor allem der Saisonauftakt stellt das Team vor Herausforderungen. Parallel zum Bundesliga-Rennen im Kraichgau finden zahlreiche nationale und internationale Wettkämpfe statt, darunter auch ein WTCS-Rennen. „Das ist ein ziemlicher Killer für uns. Also Kraichgau wird schwierig. Das wird definitiv das schwierigste Rennen für uns“, so Müller. 

Sechs Neuzugänge erweitern den Kader 

Um die personellen Engpässe auszugleichen, hat sich METALLART AST-Süßen gezielt verstärkt. Insgesamt sechs neue Athleten stoßen zum Team. 

Mit Marco Löffler kommt ein vielversprechendes Nachwuchstalent nach Süßen. Der junge Reutlinger überzeugt vor allem im Schwimmen und bringt als ehemaliger Skiabfahrer zusätzliche Explosivität mit, die vor allem im Kraichgau beim Teamformat eine Rolle spielen wird. 

Der zweite deutsche Neuzugang ist Jakob Friess. Der erst seit vier Jahren im Triathlon aktive Athlet konnte bereits mit Rang zwölf beim DTU Jugendcup in Roth auf sich aufmerksam machen und bringt ebenfalls starke Schwimmleistungen mit. 

Darüber hinaus komplettieren mit Damian Suarez Couto (ESP), Andrés Villar Prieto (ESP), Adam Fuschal (FRA) und Brandon Pye (GBR) vier internationale Athleten den Kader. Sie konnten bereits auf Europa- und Weltcup-Ebene gute Ergebnisse erzielen. „Ich würde schätzen, dass sie alle auch Einzelpodien erreichen können. Das ist für uns eine richtig gute Verstärkung“, so Müller.  

Denn ohne internationale Athleten ist es auch für METALLART AST‑Süßen schwierig, ganz vorne mitzuspielen. „Ich habe es tatsächlich vor ein paar Saisons versucht, viel mit deutschen Athleten zu arbeiten. Wir sind häufig mit einem rein deutschen Team gestartet, aber das hat nicht so ganz funktioniert. Am Ende waren wir oft irgendwo zwischen Platz acht und zwölf – das ist nicht unser Anspruch. Es ist zwar schön, mit einem rein deutschen Team zu starten, aber wenn die Ziele höher sind, muss man schauen, wie man sie erreichen kann“, bekennt Müller. 

In den kommenden Wochen liegt der Fokus nun auf der unmittelbaren Vorbereitung auf den Saisonstart. Im Kraichgau wartet ein schnelles und intensives Format – und für den Titelverteidiger die erste große Standortbestimmung der Saison.