Tri Team Münster: Neuer Kader, klare Ziele und ein besonderer Weg

24.03.2026 –  Swantje Kaiser

Nach dem Abgang mehrerer Leistungsträger – darunter Reuben Trotter, Damien Andrada, Luca Heerdt, Magnus Lynge Larsen und Thomas Pietrera – startet das Tri Team Münster in eine Saison des Umbruchs. 

Triathlet von Münster schiebt sein Rad durch die Wechselzone

Auch wenn die Abgänge spürbar sind, bleibt dennoch ein Grundgerüst erfahrener Athleten bestehen. Internationale etablierte Starter wie Thomas Sayer, Alejandro Canas del Palacio, Jocelyn Mourier, Jack Willis, Oscar Gladney Runqvist oder Valdemar Solok um Qualität, Motivation und Vorbildfunktion zu sichern. Hinzu kommen junge Talente, die die entstandenen Lücken schließen sollen. 

Neuer Kader mit jungen und internationalen Talenten 

Die Kaderverstärkung setzt auf eine Mischung aus lokalem Nachwuchs und internationalen Athleten. Aus dem NRW-Landeskader kommt Maximilian Conrads (A-Jugend) ins Team. Er bringt eine starke Laufleistung mit und wird über die Rennen der 2. Liga schrittweise an die 1. Liga herangeführt. Ein perfekter Athlet für das Vereinskonzept: die Entwicklung lokaler Athleten.  

Für das Tri Team Münster ist eine gesunde Mischung wichtig, um in der 1. Triathlon-Bundesliga konkurrenzfähig zu sein: „Internationale Starter tragen dazu bei, dass wir ein gutes Ergebnis in der 1. Bundesliga erreichen und wir somit den regionalen Nachwuchs, der zunächst Erfahrungen in der 2. Bundesliga-Nord sammelt, behutsam aufbauen können“, so Teamleiter Martin Epkenhans, der selbst noch in der AK70 an Altersklassen Europa- und Weltmeisterschaften teilnimmt. 

Daher wird der Kader durch internationale Verstärkungen ergänzt: Zak Clemens und Jonah Marks aus Großbritannien, Jens Smolders aus Belgien, Gergö Dobi aus Ungarn sowie Mats Keulstra aus den Niederlanden bringen unterschiedliche Stärken und Erfahrungen mit. 

Gergö Dobi ist im Weltcup kein Unbekannter. Clemens und Marks gelten als starke Schwimmer mit Potenzial für Ausreißergruppen, Smolders sammelt in seinem ersten Erwachsenenjahr internationale Erfahrungen und Keulstra bringt besondere Stärke im Laufen mit. Auch er soll sich zunächst in der 2. Liga etablieren, um dann seine Qualitäten in der höchsten deutschen Triathlon-Liga unter Beweis zu stellen.  

Umbruch und innovative Vereinsstruktur 

Parallel zum sportlichen Umbruch hat sich auch organisatorisch viel verändert. Das Bundesligateam wurde in einen neu gegründeten Verein ausgegliedert, der die Startrechte von Tri Finish Münster übernommen hat. Dabei setzt das neue Team auf einen ungewöhnlichen Ansatz: Die Athleten führen den Verein selbst. Klassische Funktionärsstrukturen gibt es nicht – stattdessen übernehmen die Sportler Verantwortung, organisieren Abläufe und gestalten die Entwicklung des Teams aktiv mit. 

„Unsere jungen Athleten leisten dadurch nicht nur besonderes im Sport, sondern lernen auch, eine Vereinsstruktur zu leiten und zu organisieren, sich zu vermarkten und hierbei ebenso, wie schwer das alles in Deutschland ist. Sie haben dadurch viel mehr Einfluss und Entscheidungsmöglichkeiten als in anderen Vereinen“, erklärt der Verein.  

Mit dieser Vereinsidee wollen sie explizit den Leistungssport und die Interessen der Leistungssportler fördern.  

Zwischen Budgetgrenzen und sportlicher Ambition 

Trotz administrativer Hürden, finanzieller Fragen und neuem Design stehen die sportlichen Ziele des Teams fest: „Wir möchten uns bestmöglich präsentieren. Als Team sollten wir den Sprung in die Top-Ten schaffen, ein Ergebnis wie vor zwei Jahren wäre fantastisch“, sagt Teamleiter Martin Epkenhans. Damals erreichten sie den 6. Platz in der Gesamtwertung. 

Das Team profitiert dabei von der täglichen gemeinsamen Trainingsarbeit, auch ohne zusätzliches Trainingslager. Die Saison steht ganz im Zeichen von Entwicklung, Sichtbarkeit und nachhaltigen Strukturen – sportlich wie organisatorisch.