Stephan Pollert, neuer Leiter der 2. Triathlon-Bundesliga Süd: „Ich möchte Teams und Veranstalter bestmöglich unterstützen“
09.03.2026 – Oliver Kraus
Im Interview spricht er über seinen Weg zur neuen Aufgabe, seine Ziele für die Liga und darüber, warum die 2. Bundesliga für viele Talente ein wichtiges Sprungbrett ist.
Stephan, Du bist der neue Leiter der 2. Liga Süd - wie ist es dazu gekommen?
Da ich meine Vorgänger Uwe Hauke schon lange persönlich kenne, habe ich im zu seiner neuen Funktion als Sportlicher Leiter der 1. Triathlon-Bundesliga gratuliert.
Im Verlauf des Gesprächs kam dann die Frage auf, wer denn sein Nachfolger als Leiter der 2. Liga Süd werde. Es ergab sich, dass ich durchaus ein geeigneter Kandidat sei und mich auf die Stellenausschreibung der DTU für diese Position bewerben solle. Dann wurde ich von der DTU ausgewählt.
Warum ist dir die Arbeit als Sportlicher Leiter wichtig?
Als Sportlicher Leiter reizt mich insbesondere die Zusammenarbeit mit den Sportlerninnen und Sportlern der verschiedenen Teams sowie mit den Veranstaltern bei den Wettkämpfen.
Die 2. Liga ist ein wichtiges Sprungbrett und zugleich ein Schaufenster für viele Athletinnen und Athleten. Ich möchte ihnen die Möglichkeit bieten, sich zu präsentieren und denke, dass ich mit meiner langjährigen Erfahrung - sowohl als aktiver Triathlet, wie auch als Kampfrichter und ehemaliger Regelbeauftragter - Teams wie auch Veranstalter unterstützen kann.
Was sind deine Ziele? Gibt es konkret etwas, was du dir vorgenommen hast?
Zunächst gilt es, den erfolgreichen Weg von Uwe fortzusetzen. Als Neuer werde ich in meiner ersten Saison nicht alles anders machen, warum auch?
Während der Wettkämpfe gilt es dann, in Absprache mit den Teams, den Veranstaltern und dem Veranstaltungsmanagement der DTU, ein Gespür zu entwickeln, Bewährtes zu belassen oder Verbesserungen umzusetzen.
Du bist seit mehreren Jahren auch Bundeskampfrichter - inwiefern hilft dir hier der Background?
In meiner Funktion als Bundeskampfrichter war ich bereits bei der 1. und 2.Triathlon-Bundesliga als auch bei Großveranstaltungen wie Ironman und der Challenge Roth im Einsatz. Ich habe viel gesehen und kenne die Probleme der Aktiven ebenso wie die Perspektive der Kampfrichter. Das hilft mir sicherlich bei kritischen Entscheidungen während der Durchführung und Auswertung der Wettkämpfe.
Welche Erfahrungen bringst du sonst noch mit, die deine Arbeit erleichtern werden?
Ich denke, dass ich mit meiner langjährigen Erfahrung als Kampfrichter und ehemaliger Bezirksregelbeauftragter sowohl Veranstalter wie auch Teams unterstützen kann.
Außerdem betreibe ich seit mehr als 40 Jahren Triathlon, war auf allen Distanzen bei Weltmeisterschaften am Start und unter anderem zweimal beim Ironman Hawaii.
Darüber hinaus verfüge ich als ehemaliger Berufsoffizier über Organisations- und Kommunikationsstärke.
Wie möchtest du deine Zusammenarbeit mit Teams und Ausrichtern gestalten?
Ich möchte versuchen, sowohl für Teams wie Veranstalter jederzeit ansprechbar zu sein und auch selbst aktiv dazu beitragen, optimale Voraussetzungen und Bedingungen für spannende und schöne Veranstaltungen zu schaffen.
Du hast es erwähnt: du bist selbst Triathlet, was begeistert dich am Sport?
Der Mehrkampf aus den unterschiedlichen Sportarten ist eine faszinierende Herausforderung und führt einen an die physischen und psychischen Grenzen. Trotzdem kann man diesen Sport bis ins hohe Alter absolvieren; Triathlon beinhaltet schließlich die beliebtesten und gesündesten Volkssportarten.
Darüber hinaus ist Triathlon einzigartig; wo sonst hat man die Möglichkeit mit Weltmeistern und Olympiasiegern gemeinsam einen Wettkampf zu bestreiten oder zusammen zu trainieren. Erst vor kurzem hatte ich während eines Trainingslagers auf Lanzarote das Vergnügen, neben Casper Stornes und Kristian Blummenfelt zu schwimmen. Das ist pure Motivation.