Martina Herrera: Mit Leidenschaft für die 2. Triathlon-Bundesliga Nord
13.03.2026 – Swantje Kaiser
„Ich bin zum Triathlon gekommen wie die Jungfrau zum Kinde“, sagt Martina Herrera rückblickend und schmunzelt. Tatsächlich fand sie erst mit 38 Jahren eher durch Zufall zum Triathlonsport. Ursprünglich arbeitete sie in der Geschäftsstelle ihres Heimatvereins in Krefeld-Uerdingen. Als sich dort organisatorische Veränderungen ergaben, wechselte sie zum Nordrhein-Westfälischen Triathlonverband – ohne damals zu ahnen, wie prägend dieser Schritt werden würde. Obwohl sie selbst viele Jahre sportlich aktiv war – unter anderem im Schwimmen und Volleyball – hat sie bislang noch keinen Triathlon bestritten. Der Sport ist ihr dennoch ans Herz gewachsen. „Das ist jetzt schon über 22 Jahre her und ich habe eine unheimliche Liebe zu diesem Sport entwickelt“, erzählt sie.
Neben ihrer hauptamtlichen Tätigkeit im Verband engagiert sich Herrera ehrenamtlich als Ligaleiterin der 2. Bundesliga Nord. Eine Aufgabe, die sie mit großer Verantwortung wahrnimmt. „So einen Job muss man entweder vernünftig machen oder gar nicht“, unterstreicht die 60-jährige. Sie koordiniert die Kommunikation zwischen Veranstaltern, Teams und Kampfrichtern, bereitet Teamleiterinformationen vor und ist bei den Wettkämpfen Ansprechpartnerin für alle Beteiligten.
Besonders wichtig ist ihr dabei der Austausch mit den Menschen in der Liga. „Wir sind eine große Familie und wollen alle dasselbe: schönen Triathlonsport machen“, erklärt Herrera. Kommunikation und Zusammenarbeit seien für sie entscheidend, um Veranstaltungen weiterzuentwickeln und gute Bedingungen für Athletinnen und Athleten zu schaffen.
Ein besonderes Anliegen ist ihr zudem die Wertschätzung der 2. Bundesliga. „Das ist kein Breitensport, was die da machen: Das ist Leistungssport!“, betont sie. Viele Bundesligastarterinnen und -starter haben neben Studium oder Beruf einen sehr intensiven Trainingsplan, um bei den Wettkämpfen in Topform zu sein. „Diese Athletinnen und Athleten investieren so viel Zeit in den Sport. Ich finde, das hat Anerkennung verdient.“