Team Weimarer Ingenieure setzt weiter auf Nachwuchs – Jaron Kollmeier einziger externer Neuzugang
24.02.2026 – Oliver Kraus
Phil Pfeifer wurde beim ersten Bundesligarennen im Allgäu 41.
Ansonsten vertraut die Mannschaft erneut auf ihre eigenen Talente – nur drei Athleten des aktuellen Aufgebots zählen nicht mehr zur U23-Klasse.
„Jaron ist für uns ein Vorgriff in die Zukunft“, erklärt Teammanager Aljoscha Willgosch. „Er bringt großes Potenzial mit, ist sportlich extrem spannend – und menschlich passt er hervorragend in die Gruppe. Dass wir ihn langfristig an uns binden konnten, freut uns sehr.“ Bereits beim ersten gemeinsamen Lehrgang im November habe sich Kollmeier „nahtlos integriert“.
Schon 2025 haben darüber hinaus mehrere Nachwuchsathleten aus der eigenen Schmiede ihre ersten Einsätze in der 1. Triathlon-Bundesliga gefeiert.
Phil Pfeifer belegte Rang 13 im Teamformat im Kraichgau und Platz 41 im Allgäu. Am Rothsee wurde er Deutscher Vizemeister der Jugend A. Stig Rudolph, Siebter der Deutschen Meisterschaften Jugend A, startete in Hannover und kam dort auf Platz 44.
Ebenfalls ihr Erstliga-Debüt feierten Tom Tyler (Platz 13 im Teamformat im Kraichgau, Rang 50 in Tübingen) und Lawrence Martindale (Platz zehn in Tübingen).
Pfeifer und Rudolph stammen aus dem Thüringer Nachwuchskader und werden unter anderem am Stützpunkt Jena ausgebildet. „Wir sehen, dass die Nachwuchsarbeit Früchte trägt“, betont Willgosch. „Phil und Stig sind erst 17 Jahre alt. Für sie geht es darum, Erfahrungen zu sammeln und sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.“
Auch wenn im Vergleich zur Konkurrenz möglicherweise noch Erfahrung fehlt, sollen externe Verstärkungen weiterhin die Ausnahme bleiben. „Unsere Identität entsteht aus dem eigenen Nachwuchs“, sagt Willgosch. „Wir wollen jungen Athleten den Weg in die Bundesliga ermöglichen und sie langfristig begleiten.“
Entsprechend fungiert auch die zweite Mannschaft in der 2. Triathlon-Bundesliga Nord als Unterbau, aus dem kontinuierlich Talente an die höchste nationale Serie herangeführt werden sollen.
„Wir sind stolz, dass das etablierte Konzept des Thüringer Triathlon Verbandes am Sportgymnasium Jena, gesteuert durch Tom Eismann sowie den betreuenden Stützpunkttrainer Tobias Drachler, solche Früchte trägt. Wir wollen diese Durchlässigkeit vom Nachwuchs in die Triathlon-Bundesliga weiter stärken und die Jungs konsequent in ihrer individuellen Leistungsentwicklung fördern. Ich denke, es gibt kein zweites Team in der TBL, das seine Identität so sehr über den regionalen Nachwuchs formt wie wir“, so Willgosch.
Damit dieser Ansatz auch künftig wie geplant verfolgt werden kann, hat der Klassenerhalt für die Weimarer Ingenieure oberste Priorität. „Je früher wir ihn fixiert haben, umso schneller können wir Richtung Top Ten schauen.“