Mehrere Männer laufen im Rahmen eines Triathlons den Kuhsteig, einen legendär steilen Anstieg hoch

frubiase SPORT 1. Triathlon-Bundesliga: Saar-Teams feiern Doppelsieg im Allgäu

21.08.2026 –  Oliver Kraus

Beim vierten von fünf Saisonrennen der frubiase SPORT 1. Triathlon-Bundesliga im Allgäu haben die Saar-Teams die Tageswertungen gewonnen. 

Mehrere Männer laufen im Rahmen eines Triathlons den Kuhsteig, einen legendär steilen Anstieg hoch

Das HYLO Team Saar feierte bei den Männern den vierten Sieg in Folge und blieb damit auch im vierten Saisonrennen ungeschlagen. Bei den Frauen setzte sich das HYLO Team Viernheim/Saar vor dem Sparda-Bank Team Hagen durch.

Vor der beeindruckenden Kulisse des Großen Alpsees erwartete die Athletinnen und Athleten nach starken Regenschauern und einer Wartezeit von knapp 90 Minuten ein verkürztes Massenstartrennen über 495 Meter Schwimmen, 5 Kilometer Radfahren sowie 2,5 Kilometer Laufen.

Eine Schlüsselrolle auf der aufgrund des welligen Terrains und des nassen Untergrunds äußerst anspruchsvollen Strecke spielte einmal mehr der legendäre Kuhsteig. Der steile Anstieg zählt zu den markantesten Passagen der Triathlon-Bundesliga und sorgte auch diesmal für die entscheidenden Abstände im Kampf um die Podiumsplätze. Zusätzlich wurde am Kuhsteig eine eigene Bergwertung ausgetragen, bei der sich bei den Frauen Jule Behrens durchsetzte und bei den Männern Leon Schenke. Beide hatten aber mit den vorderen Platzierungen im Gesamtergebnis nicht zu tun.

Ein Triathlet feiert seinen Sieg auf den letzten Metern ins Ziel

Tjebbe Kaindl hat am Ende die meisten Reserven

Das Männerrennen dominierte am Ende Tjebbe Kaindl (METALLART-Team AST Süßen), der bereits zum Ende der Radstrecke gemeinsam mit Valentin Wernz (HYLO Team Saar) und Jaspar Ortfeld (HYLO Team Saar) einer Spitzengruppe angehört hatte.

Auf der abschließenden Laufrunde durch Bühl fiel am steilen Anstieg des Kuhsteigs unter schwierigen Bedingungen die Vorentscheidung im Kampf um die Spitzenplätze. Mit hohem Tempo stürmten Kaindl, Wernz und Ortfeld über den durch den Regen aufgeweichten Anstieg und setzten sich entscheidend von der Konkurrenz ab.

Nach einer Attacke auf den letzten Metern sicherte sich der im alpinen Gelände bestens vertraute Österreicher Kaindl letztlich in 34:36 Minuten den Tagessieg vor Ortfeld (34:41). 

„Es war mega“, freute sich Kaindl über seinen ersten Bundesliga-Sieg. „Es war mit der Streckenverkürzung schon eine Umstellung, weil der Anstieg auf dem Rad weggefallen ist. Aber ich glaube, ich habe es trotz des Wetters und der Umstände gut hingekriegt.“ Außerdem gab Kaindl zu Bedenken, „dass ich in Österreich vielleicht häufiger solche Anstiege habe. Das war vielleicht eine Art kleiner Heimvorteil. Der Kuhsteig war heute sicher der Schlüssel zum Erfolg. Der Anstieg ist sehr, sehr hart. Das musste man sich gut einteilen. Das ist mir heute gut gelungen.“

Dobi Gergo (Triathlon Team Münsterland) fing Wernz (34:48) im Schlusssprint noch ab und komplettierte als Dritter das Podium (34:45).

Dennoch konnte Wernz zufrieden sein. Denn in der Mannschaftswertung blieb das HYLO Team Saar erneut das Maß aller Dinge. Mit einer Platzziffer von 35 (Addition der besten vier von fünf Einzelergebnissen) sicherten Jaspar Ortfeld, Valentin Wernz, Luca Fahrenson und Niklas Keller den vierten Sieg im vierten Rennen und bauten damit die Führung des HYLO Team Saar in der Gesamtwertung weiter aus. Rang zwei belegte DSW Darmstadt (PZ 53), Platz drei ging an METALLART-Team AST Süßen (PZ 61).

Eine Triathletin läuft jubelnd als Siegerin über die Ziellinie

Millie Breese setzt sich am Kuhsteig durch

Auch im Frauenrennen spielte der Kuhsteig die entscheidende Rolle im Kampf um das Einzelklassement. Millie Breese setzte zum Ende des Anstiegs alles auf eine Karte, zog noch einmal das Tempo an und brachte am Ende einen komfortablen Vorsprung ins Ziel. 

Die junge Britin vom HYLO Team Viernheim/Saar sicherte sich ihren ersten Bundesligasieg in 38:35 Minuten und war darüber selbst überrascht.

„Ich habe damit nicht gerechnet. Ich wusste, dass ich um das Podium mitkämpfen kann, aber einen Sieg hätte ich nicht erwartet.“ Schließlich war der Arbeitstag trotz der verkürzten Strecke mehr als anstrengend. 

„Es war hart“, sagte die in Schottland lebende Triathletin. „Sehr hart." Aber es war auch mega gut, weil die Leute einen wirklich nach oben angefeuert haben.“ Rang zwei belegte Petra Kuríková (PV Triathlon TG Witten; 38:44), Platz drei ging mit Katie Rodda Sparda-Bank Team Hagen ebenfalls an eine Britin (38:56). Olympiakaderathletin Tanja Neubert (HYLO Team Viernheim/Saar) überquerte 28 Sekunden hinter der Siegerin als Vierte die Ziellinie (39:04).

Auch in der Mannschaftswertung lagen die Saarländerinnen mit Platzziffer 24 (Addition der besten drei von vier Einzelergebnisse) vorne. Angeführt von Tagessiegerin Breese und Neubert sicherte sich das HYLO Team Viernheim/Saar, bei denen auch Hanna Röser als 19. und Maria Paulig als 23. gut performten, den Tagessieg. Rang zwei ging an das Sparda-Bank Team Hagen (PZ 50), Platz drei belegte Team Berlin (PZ 50).

Dominante Führungen im Gesamtklassement

Auch bei den Frauen bedeutete der dritte Sieg in Folge einen weiteren Ausbau der bereits komfortablen Führung der Saarländerinnen im Gesamtklassement. Zumal die schärfsten Verfolgerinnen von PV Triathlon TG Witten und Dr. Loges Triathlon Lüneburg als Tagesvierter beziehungsweise Fünfter Boden verloren.

Die Ergebnisse stehen online zur Verfügung.