Tübingen bereit für Bundesliga-Spektakel: Der Kurs im Check
11.07.2026 – Swantje Kaiser
Schon jetzt zeigt der Streckencheck: Der Kurs verspricht nicht nur Spannung für die Zuschauerinnen und Zuschauer, sondern stellt auch die Teams vor anspruchsvolle Aufgaben. „Tübingen ist ein waschechter City-Triathlon. Alles spielt sich zentral rund um die Neckarbrücke ab. Der City-Charakter wird vor allem auf der Laufstrecke deutlich, wo wir eine längere Altstadtpassage auf Kopfsteinpflaster haben. Der Zieleinlauf auf der Neckarbrücke ist ebenfalls etwas Besonderes“, ordnet der sportliche Leiter Uwe Hauke den Charakter der Strecke ein.
Im Massenstart über die Sprintdistanz – 750 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen – ist von Beginn an hohes Tempo gefragt.
Neckar wird zur ersten Weichenstellung
In Tübingen trifft eine beeindruckende Atmosphäre auf hohe Geschwindigkeiten und mehrere technisch anspruchsvolle Passagen. Bereits auf der 750 Meter langen Schwimmstrecke entscheidet sich, wer im weiteren Rennverlauf eine Rolle spielen wird. „Wer hier den Anschluss verpasst und nicht in die erste Radgruppe kommt, wird es schwer haben“, weiß Hauke.
Besonders fordernd ist zudem der Schwimmausstieg: Über Treppen geht es mit hohem Tempo hinauf zur Neckarbrücke – ein Moment, in dem wertvolle Sekunden gewonnen oder verloren werden können.
Radfahren: Tempo und Taktik gefragt
Auch die Radstrecke bringt Herausforderungen mit sich. Der 5,5 Kilometer lange Rundkurs, der viermal zu absolvieren ist, enthält an beiden Kopfenden jeweils einen U-Turn – entscheidende Schlüsselstellen, an denen sauberes Schalten und schnelles Beschleunigen gefragt sind, um den Anschluss an die Gruppe zu halten oder sich optimal zu positionieren.
Gleichzeitig ist die Strecke – mit Ausnahme der kurzen Rampe über die Mühlstraße zum Lustnauer Tor – relativ flach und gut zu fahren, sodass sich Gruppen bilden können – und das Tempo durchgehend hoch bleibt.
Kopfsteinpflaster als entscheidender Faktor
Die größte Herausforderung wartet jedoch auf der Laufstrecke. In der Altstadt müssen die Athletinnen und Athleten einen Abschnitt auf Kopfsteinpflaster bewältigen – schwierig zu laufen und ein echter Belastungstest.
Ein Test, der allerdings auch einen zusätzlichen Anreiz bietet: In diesem Streckenabschnitt ist eine Sonderwertung ausgerufen. Die schnellste Athletin und der schnellste Athlet auf der Kopfsteinpflaster-Passage sichern sich hier einen Sonderpreis.
Doch auch abseits des Kopfsteinpflasters gibt es Möglichkeiten zur Vorentscheidung. „Auf der Laufstrecke bieten sich die kleinen Anstiege, die Wendepunkte und insbesondere die Passagen in der Altstadt an, um sich absetzen zu können“, erklärt Hauke. Entsprechend fällt die Entscheidung häufig erst auf den letzten Kilometern – wer hier noch einmal zulegen kann, hat die besten Karten auf den Sieg.
Die besten Spots für Zuschauer
Auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer bietet das Rennen in Tübingen ideale Bedingungen. Kurze Wege, ein kompaktes Wettkampfgelände und zahlreiche einsehbare Schlüsselstellen machen das Event besonders attraktiv.
Vor allem die Neckarbrücke und das Neckarufer gewähren beste Ausblicke auf die Schwimm- sowie Teile der Radstrecke. „Bei den vier Radrunden kann man das Rennen beispielsweise am Wendepunkt in der Gartenstraße in direkter Flussnähe verfolgen“, sagt Hauke.
Für die Laufstrecke bieten sich vor allem das Rathaus in der Altstadt sowie das Lustnauer Tor an, an dem die Athletinnen und Athleten in beiden Laufrunden jeweils zweimal vorbeikommen.
Fest steht: Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet ein intensives Rennen mit viel Tempo, taktischen Duellen und möglichen Überraschungen bis zur Ziellinie.
Die Frauen starten um 14:00 Uhr, die Männer gehen um 15:30 Uhr ins Rennen.
Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat die Möglichkeit, das Geschehen im Livestream zu verfolgen.