News: "Wir träumen von einer Podiumsplatzierung"

04.07.2019 09:02 von Thorsten Eisenhofer

WEICON Tri Finish Münster ist eine der positiven Überraschungen dieser Saison der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga. Die Mannschaft ist zur Saison-Halbzeit Vierter. Wir haben mit Teammanager Martin Epkenhans über die Gründe des guten Saisonstarts, die positive Entwicklung seit dem Aufstieg 2013 und die Konkurrenz vor Ort gesprochen.

Martin, die Saison verläuft für euch ja richtig gut …

Wir sind auf jeden Fall zufrieden. In der vergangenen Saison waren wir mal Fünfter im Kraichgau. Das war unsere beste Platzierung, seit wir in der Bundesliga dabei sind. Nun ein vierter Rang im Kraichgau, das war schon hervorragend. Und dann haben wir in Düsseldorf nachgelegt und einen erneuten vierten Platz als Fünfter nur knapp verpasst. Das sind für uns tolle Ergebnisse.

Warum läuft es in dieser Saison so gut?

Das hat mit der Zusammenstellung des Kaders zu tun. Wir haben hier eine gute Mischung aus Nachwuchsathleten, lokalen Athleten und ausländischen Sportlern. Dieses Jahr gelingt es uns, auch mal zwei bis drei von den stärksten Athleten zusammen an den Start zu bringen. Im vergangenen Jahr hatten wir in den letzten drei Rennen Besetzungsprobleme. Dieses Jahr haben wir einen größeren Kader und sind daher flexibler.

Ist der größere Kader eine Lehre aus der Vorsaison, in der es mit Rang zehn nicht so gut lief?

Ja, genau.

Mit Tübingen und Berlin stehen in dieser Saison der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga noch zwei Rennen an. Ihr wollt nun sicherlich die Top-Platzierungen bestätigen.

Wir würden gerne in beiden Rennen mit der Mannschaft wieder relativ weit vorne landen. Wenn wir am Ende dann Sechster sind, dann wären wir auch zufrieden.

Wo soll die Entwicklung von WEICON Tri Finish Münster in den kommenden Jahren hinführen?

Der Vertrag mit unserem Hauptsponsor läuft noch zwei weitere Jahre. Es gibt Mannschaften in der Bundesliga, die haben finanziell deutlich mehr Möglichkeiten als wir, die werden wir daher auch nicht ein- beziehungsweise überholen. Aber irgendwann mal ein Treppchenplatz ist sicherlich realistisch. Letztes Jahr im Kraichgau waren wir schon ganz nahe dran (Münster war nur zwei Platzziffern schlechter als der Dritte KiologlQ Team Saar, Anm. d. Red.). Vom vierten oder fünften Platz ist es dann nicht mehr so weit bis zu Rang drei. Man braucht halt auch ein bisschen Glück. Und Rang drei ist noch einmal viel schöner als Platz vier.

Ist diese Saison noch eine Podiumsplatzierung möglich?

Wir träumen zumindest davon. Aber das hängt natürlich auch von unserer Aufstellung ab und davon, wie gut die anderen Teams aufgestellt sind. Wenn das EJOT Team TV Buschhütten, Triathlon Potsdam und das KiologlQ Team Saar mit starken Mannschaften antreten, haben die anderen Teams so gut wie keine Chance, unter die Top drei zu kommen.

Ihr seid seit 2013 in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga dabei. Wie zufrieden bist du mit der Entwicklung der Mannschaft?

Sehr zufrieden, so gut hätten wir uns die Entwicklung nicht erträumt. Im ersten Jahr hatten wir ein paar Schwierigkeiten und haben erst im letzten Rennen den Abstieg verhindert. Die letzte Saison verlief ungünstig, auch weil es eine Terminüberschneidung von Bundesliga und Zweiter Liga Nord gab, wo unsere zweite Mannschaft startet. Zehn starke Athleten für ein Wochenende zu finden, war ein bisschen schwierig. Wir sind mittlerweile ein richtig guter Name in der Bundesliga, bekommen Anfragen von sehr leistungsstarken Athleten.

Wie wichtig ist für diese positive Entwicklung das Vorhandensein der zweiten Mannschaft?

Die ist wichtig, um die lokalen Athleten an die Bundesliga heranzuführen. Gerade solche Sportler identifizieren sich sehr mit dem Verein und dem Team und haben durch den Unterbau die Möglichkeit, in der zweiten Mannschaft anzufangen und vielleicht einmal den Sprung in das Bundesliga-Team zu schaffen.

In Münster gibt es mit W+F Münster noch ein zweites Team, das in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga startet. Spornt die lokale Konkurrenz an?

Auf jeden Fall. Wir verstehen uns gut, man gönnt dem anderen ein gutes Ergebnis, auch wenn man im Ranking natürlich lieber vor dem Lokalrivalen steht. 2018 waren sie knapp vor uns im Endklassement, das hat uns natürlich noch einmal angespornt.

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