News: Team Weimarer Ingenieure HSV Weimar: Gekommen, um zu bleiben

08.03.2019 08:53 von Eva Werthmann

Fünf Aufsteiger bereichern in der Saison 2019 die 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga. Einer der Neulinge ist das Team Weimarer Ingenieure HSV Weimar. Ziel der einzigen Bundesliga-Mannschaft aus Thüringen ist der Klassenverbleib - und langfristig die Etablierung in der höchsten deutschen Liga im Triathlonsport.

Nun hat es das Team Weimarer Ingenieure HSV Weimar gewagt. Gewagt, in die 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga aufzusteigen. Damit geliebäugelt haben sie bei dem Verein in der 65.000-Einwohner-Stadt rund 20 Kilometer östlich von Erfurt schon länger. Vor allem die älteren Athleten, die schon seit Jahren für das Team starten. So erzählt es Folker Schwesinger, der zusammen mit Tom Eismann Sportlicher Leiter der Mannschaft ist. Er sagt: „Wir probieren es, wir wollen das Abenteuer angehen.“

Die Aufstiegsmöglichkeit war schon zuvor da gewesen: nach der Saison 2016. Da belegte Weimar hinter dem nicht aufstiegsberechtigten Pro Athletes Team KTT 01 II den zweiten Rang in der Zweiten Bundesliga Nord. Allerdings stand zu diesem Zeitpunkt der Weggang von Lars Pfeifer, der in der Saison zwei Zweitliga-Einzelsiege erreicht hatte, nach Potsdam bereits fest. „Da haben wir uns dann gegen den Aufstieg entschieden“, sagt Schwesinger. Nach der Saison 2017 hätte man den Sprung in 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga wohl gewagt – wurde nach einer nicht optimal verlaufenen Runde allerdings nur Vierter. Nach der Vorsaison gelang nun als Zweiter aufgrund des Rückzuges des Schunk Team TV Mengen der Sprung in die höchste deutsche Triathlon-Liga.

Zuvor war man neun Jahre in der Zweiten Bundesliga gestartet – 2009 hatte die Mannschaft durch den Meistertitel in der Regionalliga Ost den Aufstieg geschafft. Das Team Weimarer Ingenieure HSV Weimar hatte sich in der Zweiten Liga innerhalb weniger Jahre vom Neuling zum Spitzenteam gemausert, dass sich in der Folge zumeist zwischen Rang zwei und vier im Endklassement einreihte.

Solche Platzierungen sind in der Bundesliga nun utopisch. Im Gegenteil: Das Team Weimarer Ingenieure HSV Weimar gehört sicherlich zu den Mannschaften der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga, die am ehesten einen Abstieg fürchten müssen. Das wissen sie natürlich. Und wären daher auch nicht überrascht, wenn es so kommt. Das langfristige Ziel ist es aber, sich in der höchsten deutschen Triathlon-Liga zu etablieren - notfalls über einen erneuten Aufstieg.

„Einsätze in der Bundesliga sind gerade für die Entwicklung unserer jungen Athleten wichtig, damit sie Erfahrung für mögliche internationale Einsätze sammeln“, sagt Schwesinger. Er denkt da an Athleten wie Alexander Kull oder Theo Sonnenberg (Triathlon Jena/Zweitstartrecht für Weimar), junge Talente aus Thüringen. Um solche Sportler im Landesverband zu halten, arbeiten Vereine wie Weimar bei der Nachwuchs-Förderung in Thüringen eng mit dem Landesverband zusammen. Die Talente durchlaufen somit nicht nur den Nachwuchskader des Landesverbands, sondern werden auch in den Juniorteams der Vereine gefördert. Das soll ihnen den Übergang vom Junioren- in den Erwachsenenbereich erleichtern. Im Optimalfall schaffen die Talente aus den Juniorteams dann den Sprung in die Bundesligamannschaft.

Das Team Weimarer Ingenieure HSV Weimar hat einen kleinen Kader von rund zehn Sportlern. In der vergangenen Saison gehörten mit zwei Dänen erstmals zwei Ausländer dazu. Für 2019 gab es mit John Heiland, der vom Bundesliga-Absteiger Bike24 TriTeam Mitteldeutschland nach Weimar gewechselt ist, einen Neuzugang. „Blamieren werden wir uns in der Bundesliga sicherlich nicht“, sagt Schwesinger und fügt an: „Die Vorfreude ist ziemlich groß, alle Athleten sind heiß darauf, mit den ganz Großen des Sports an der Startlinie zu stehen.“ Alleine dafür hat es sich doch schon gelohnt, den Sprung in die 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga zu wagen.

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