News: "Es ist toll, dass jetzt mal gerockt zu haben"

27.06.2019 16:21 von Thorsten Eisenhofer

Sophie Rohr gelang mit dem ProAthletes Kölner Triathlon-Team 01 beim Rennen der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga in Düsseldorf mit Rang zwei ein großer Erfolg – es war der erste Treppchenplatz in der höchsten deutschen Triathlonliga. Im Interview spricht Rohr über die Erfüllung eines sportlichen Traums sowie die deutschen Nachwuchsmeisterschaften am kommenden Wochenende und erzählt, was sie sportlich mit ihrer Mutter verbindet.

Sophie, du hast dir nach dem Rennen erst einmal ein paar kleine Packungen eines Energie-Gels geschnappt. Hat dich der Wettkampf so viel Power gekostet?

Nein, das ist für meine Mama. Die startet in zwei Wochen bei der Challenge Roth und das will ich ihr dafür mitbringen.

Du auf den kurzen Distanzen, deine Mama Barbara auf der Langdistanz. Wer hat wen zum Triathlon gebracht?

Ich bin übers Schwimmen und über Freunde zum Triathlon gekommen und habe es anfangs eher hobbymäßig betrieben. Es ist dann ganz gut gelaufen dank der guten Jugendarbeit meines Heimatvereins WSV Bad Tölz. Daher habe ich in der zehnten Klasse entschieden, zur Oberstufe an den Bundesstützpunkt nach Nürnberg zu gehen. Meine Mama fand Triathlon auch cool, sie ist schon immer gerne geradelt und gelaufen. Sie wollte es dann auch mal ausprobieren.

Wäre eine Langdistanz auch mal etwas für dich?

In ferner Zukunft vielleicht. Aber so lange die Spritzigkeit noch da ist, will ich auf den kürzeren Distanzen bleiben.

Zurück in die Gegenwart. Du bist im zweiten Saisonrennen der Bundesliga 16. geworden. Im Vorjahr im Kraichgau warst du schon mal Zehnte. Ist nun eine einstellige Platzierung das Ziel?

Na klar, das wäre schon cool. Aber ich bin auch mit einem 16. Platz zufrieden.

Mit Köln standet ihr nun das erste Mal als Team auf dem Podest.

Das ist toll, wir können das alle noch gar nicht richtig fassen. Es ist schön, mal da oben neben Buschhütten zu stehen. Außerdem ist es schön, dort zusammen mit Bonn zu stehen, weil wir beide junge Mannschaften sind, in denen die meisten Athleten aus Deutschland kommen und in denen die Teamleiter den jungen Leuten die Chance geben, in der Bundesliga zu starten. Und der Nachwuchs weiß, dass er dort die Chance auch bekommt. Deswegen freut es mich umso mehr.

War es auch die Erfüllung eines sportlichen Traums?

Es war schon immer das Thema. Im vergangenen Jahr sind wir dreimal auf den vierten Platz gekommen. Das Podium war schon immer greifbar. Es waren immer nur wenige Punkte, die gefehlt haben. Dass jetzt mal gerockt zu haben, ist daher umso besser.

Wie zufrieden bist du mit deinem bisherigen Saisonverlauf?

Ich war im Winter verletzt, musste dann wegen des Abiturs im Training rausnehmen. Unter diesen Umständen kann ich zufrieden sein, dass ich mich noch für die Junioren-EM in Weert qualifiziert habe.

Bei den Europameisterschaften hast du Rang 22 belegt. Wie beurteilst du deinen EM-Auftritt?

Da wäre schon noch ein bisschen mehr gegangen. Im vorderen Drittel zu sein, ist aber schon eine gute Leistung.

Du hast in Weert einen dritten WM-Startplatz für Deutschland gesichert, der nun am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Grimma vergeben wird. Wie beurteilst du deine Chancen?

Es gibt einige Athletinnen, die Chancen auf das Ticket haben. Es ist natürlich auch mein Ziel, es zu erobern.

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