News: Top 5: Die Überraschungen der Saison 2018

21.09.2018 11:31 von Jan Sägert

Eine der Überraschungen der Bundesligasaison: Youngster Franca Henseleit vom ProAthletes KTT01 (Foto: DTU/ Ingo Kutsche)

Seit knapp zwei Wochen sind die 30 Teams der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga in der verdienten Saisonpause. Dass die EJOT-Teams auch 2018 beide Titel ins Siegerland holen, hatten viele erwartet. Dass Anja Knapp nach 2017 zum zweiten Mal in Serie die Siegprämie in der Einzelwertung der Frauen einstreicht - auch damit konnte man rechnen. Um den DM-Titel von Laura Lindemann vorher zu sagen, musste man ebenfalls kein Hellseher sein. Doch in der 23. Saison der höchsten Triathlonliga Deutschlands setzten sich auch Teams und Athleten in Szene, die den Favoriten Kopfzerbrechen und dem Publikum viel Freude bereiteten . Unsere Top 5 Überraschungen der Saison 2018:

Platz 5 | TuS Neukölln Berlin

Die Mädels aus der Hauptstadt und ihr Teamleiter Joachim Herrgesell konnten ihr Glück - oder vielmehr ihr Können - beim Saisonauftakt selbst kaum fassen. 2017 mussten sie sich noch mächtig strecken, um in Liga 1 verbleiben zu können - ein Jahr später halten sie den Pokal für den dritten Platz in der Tages-Teamwertung in den Händen. Das erste Bundesliga-Podium in der Geschichte der Neuköllnerinnen. In der Endabrechnung landeten Lara Ungewickell, Michelle Braun, Emma Thiele, Marie Horn und ihre Teamkolleginnen auf dem starken fünften Platz. Auch damit hatten sie wohl selbst am wenigsten gerechnet.

Platz 4 | Jorik Van Egdom (Triathlon Potsdam)

Als Jorik Van Egdom Anfang Juli in Düsseldorf Schulter an Schulter mit Richard Murray in die letzten Laufrunde ging, wettete kaum jemand auf den jungen Niederländer. Zu souverän hatte EJOT-Star Murray seine bisherigen Bundesligarennen dominiert. Doch es kam anders. Nicht Murrays rotes Leibchen, sondern das grüne von Van Egdom tauchte als Erstes auf der Zielgerade auf. Drei Wochen nach seinem WTS-Erfolg in Leeds musste sich der Südafrikaner beim Bundesligarennen am Rhein geschlagen geben. Van Egdom siegte später noch in Münster - und stand zwei weitere Male auf dem Podium. Die Prämie für den Sieg in der Einzelwertung hat er sich mehr als verdient.

Platz 3 | Mey-Post SV Tübingen

Mit einem kleinen Kader von acht Athletinnen starteten die Mädels von Neckar in das Abenteuer 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga. Auf Platz acht - und damit als bester der vier Aufsteiger - endete im Ostseebad Binz ihre Premierensaison. Vor allem Karoline Degenhardt mischte mit tollen Schwimmleistungen in fast jedem Rennen vorn mit. Zwei Mal kletterte sie als Dritte aus dem Wasser, im Kraichgau und in Münster verpasste sie die Top Ten als Elfte nur um Haaresbreite. Dazu eroberten die tapferen Tübingerinnen zwei tolle sechste Plätze mit dem Team im Kraichgau und in Düsseldorf. Respekt für dieses Debüt!

Platz 2 | Franca Henseleit (ProAthletes KTT01)

Was für ein Einstand auch für Franca Henseleit. Nur kurz musste sich die 15-Jährige im Schwimmgetümmel am Hardtsee schütteln - dann war sie in der 1. Triathlon-Bundesliga angekommen. Im Dress des ProAthletes Kölner Triathlon Teams 01 gelang ihr im Kraichgau eine der bemerkenswertesten Leistungen der Saison. Die Jüngste der 53 Starterinnen fuhr nicht nur die schnellste Radzeit, sondern lief auch überragend. Henseleit belohnte sich dafür mit dem achten Platz und obendrauf gab es noch ein Interview mit dem Triathlon-Weltmeister von 2007 und Bundesliga-Experten Daniel Unger. Beim Saisonfinale in Binz reichte es dann zwar nicht ganz für die Top Ten (13. Platz) - dennoch war der Youngster aus Oberbayern eine der positiven Überraschungen des Jahres.

Platz 1 | KiologIQ Team Saar

Die vielleicht wertvollste Leistung gelang in dieser Saison aber den Jungs aus dem Saarland. Fünf Jahre lang hatte Rekord- und Serienmeister EJOT Buschhütten ein Bundesligarennen nach dem anderen gewonnen. Am 1. Juli wurden Murray, Lührs & Co. nun erstmals wieder entzaubert. Ian Manthey, Maximilian Schwetz, Jonas Breinlinger und Gregor Payet brachten mit den Plätzen fünf, sieben, elf und 13 das Kunststück fertig, die Siegerländer zu bezwingen. Ein Ergebnis, das sich Teamleiter Micha Zimmer und seine Helden einrahmen können. Und ein Ansporn, den EJOT-Jungs das Feld nicht wieder für fünf Jahre zu überlassen.

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