News: Dresdner Spitzen Triathlon Team: Plötzlich ganz oben

03.04.2019 11:30 von Thorsten Eisenhofer

Fünf Aufsteiger bereichern in der Saison 2019 die 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga. Einer der Neulinge ist das Dresdner Spitzen Triathlon Team. Eine Mannschaft, die auf den Zusammenhalt setzt und damit langfristig Erfolg haben möchte.

Nicht mit Bundesliga befasst

In der vergangenen Saison haben sich die Frauen vom Dresdner Spitzen Triathlon Team gar nicht so sehr mit der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga beschäftigt. Das lag zum einen daran, dass die Mannschaft 2018 noch in der Zweiten Bundesliga Nord gestartet ist. Zum anderen lag das daran, dass der Aufstieg in die 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga irgendwie so gar nicht auf dem Radar des Teams aus Sachsen war. So erzählt es jedenfalls Teammanager Martin Schroschk: „Wir haben die Saison über gar nicht so wirklich realisiert, dass wir am Rennen um den Aufstieg beteiligt sind. Wir haben im Moment gelebt, nicht nach vorne geschaut.“

Von Beginn an vorne mit dabei

Und das obwohl die Mannschaft von Saisonbeginn an um die vorderen Plätze in der Tabelle mitmischte. Schroschk sagt, man habe erst kurz vor dem abschließenden Rennen in Hannover so wirklich realisiert, dass man „gar nicht so schlecht in der Tabelle stehe“. „Wir haben nicht auf den Aufstieg hingearbeitet. Er kam sehr überraschend.“ Das Ziel war eigentlich der Platz auf dem Jahr 2017 minus zwei Ränge, also Position fünf. Dann wurde es Rang zwei hinter der nicht aufstiegsberechtigten zweiten Mannschaft des SSF Bonn Team artegic – und somit der Aufstieg in die 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga.

Positive Entwicklung

Dieser ist der Höhepunkt einer sehr positiven Entwicklung im Dresdener Triathlonsport der vergangenen Jahre. 2010 hatten sie in Dresden so einen Art Neuanfang mit allen Teams gestartet, nachdem man die erste Männermannschaft aus der Bundesliga zurückgezogen hatte. Drei bis vier Mannschaften des Vereins starteten in der Regionalliga. In den Jahren davor wurde mal ein Frauenteam gemeldet. Mal nicht. Je nachdem, wie viele Athletinnen gerade zur Verfügung standen. Die Fluktuation in der Mannschaft war sehr groß. Aus diesem Neuanfang ist seitdem einiges erwachsen. Seit 2016 startete man mit Teams beider Geschlechter in der Zweiten Liga. Schroschk: „Die Strukturen für Triathlon auf diesem Niveau mussten erst wachsen.“

Mit weichen Faktoren punkten

Wichtig ist ihnen dabei in Dresden der Zusammenhalt im Team. Zu den Wettkämpfen der Zweiten Liga reisten Männer und Frauen des Dresdner Spitzen Triathlon Team, – Spitzen ist übrigens der Hauptsponsor, ein Unternehmen, das Spitzen für die Textilbranche herstellt - gemeinsam. Übernachtet wurde in einer Unterkunft, in der man zusammen kochen konnte – das stärkte das Gemeinschaftsgefühl. „Wir müssen zeigen, dass wir eine Alternative zu Mannschaften sein können, die den Athletinnen finanziell mehr bieten“, sagt Schroschk. In Dresden versuchen sie mit sogenannten weichen Faktoren wie Verwurzelung, Vereinsbindung oder einem Gemeinschaftskonzept zu punkten. „Wir wollen keine Söldnertruppe sein. Unser Ziel ist es nicht, viele externe Athleten einzukaufen, sondern dem Nachwuchs aus der Region eine leistungssportliche Perspektive zu geben“, sagt Schroschk.

Klassenverbleib das Ziel

Nun soll mit diesem Konzept der Klassenverbleib in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga erreicht werden. „Ob es um Rang zehn geht oder eher um Platz 13, das kann ich nicht einschätzen“, sagt Schroschk. Sicher ist nur, dass sich die Mannschaft langfristig in der Bundesliga etablieren will. „Wir wollen keine Eintagsfliege sein“, sagt Schroschk.
Übrigens: In Dresden hatten sie eigentlich eher damit gerechnet, dass den Männern der Aufstieg in die höchste deutsche Triathlon-Liga gelingt. „Ich hoffe, die Jungs haben nun die Ambitionen, nachzuziehen“, sagt Schroschk. Gegen zwei Teams in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga ab der Saison 2020 hätten sie in Dresden natürlich nichts einzuwenden.

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