News: Oliver Grimm: "Wir haben Respekt, aber keine Angst"

26.03.2018 09:42 von Jan Sägert

"Wir haben Respekt, aber keine Angst", sagt Oliver Grimm, Teamleiter des Aufsteigers Nikar Heidelberg (Foto: Uwe Anspach)

Nach einem harten und hochklassigen Fight holten sich die Jungs vom Team Nikar Heidelberg in der spannenden Zweitliga-Saison 2017 das Ticket für die 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga. Nun wollen die Youngster aus Süddeutschland die Chance ergreifen und sich inmitten der nationalen und internationalen Topathleten etablieren. Teamleiter Oliver Grimm spricht im Interview über die Vorbereitung, Verstärkungen und das Saisonziel.

Oliver, wie schätzt Du das sportliche Niveau der 1. im Vergleich zu den 2. Ligen ein und wo siehst Du euch im Vergleich zu den aktuellen Erstligisten?

Ich sehe das sportliche Niveau von der zweiten zur ersten Liga stark komprimiert. In der 2. Bundesliga Süd sind vorn zwei, drei Teams mit ähnlich hohem Niveau wie in der 1. Liga. Dort ist aber das gesamte Feld unheimlich dicht beieinander. Da wird’s für unsere Jungs zunächst mal darum gehen, sich durchzusetzen, um ihre Positionen zu finden. Vor dem sehr hohen sportlichen Niveau mit seinen internationalen und nationalen Stars haben wir Respekt, aber keine Angst. Wir denken, dass wir uns nicht zu verstecken brauchen im Vergleich zum einen oder anderen aktuellen Erstligisten.

Mit welchem Ziel tretet ihr in eurer Premierensaison an - was habt ihr euch vorgenommen?

Wir wollen uns zunächst einmal umschauen und Erfahrung sammeln für die kommenden Jahre in der 1. Triathlon-Bundesliga. Unser Ziel wollen wir auch nicht an einer angepeilten Platzierung festmachen. Eher nach vorn schauen und nicht zurück. Wir wollten da hin, jetzt sind wir da und freuen uns tierisch.

Mit welchen Athleten geht ihr in die Saison 2018 – bleiben die „Aufsteiger“ an Bord - und wer kommt dazu?

Im Großen und Ganzen setzten wir auf unsere Jungs aus der 2. Bundesliga, die als jüngstes Team ja den Meistertitel erringen konnten und auch, mit u.a. dem aktuellen Deutschen A-Jugend Meister Nick Ziegler, bei ihren Einzelwettkämpfen recht erfolgreich waren. Aber natürlich haben wir uns auch ein wenig verstärkt mit weiteren jungen Athleten, die nicht nur sportlich ins Team passen. Dies ist zum einen Gabriel Allgayer aus München, der Deutsche Duathlonmeister bei den Junioren. Zum anderen Lars Holenweger aus dem Elitekader von Swiss Triathlon. Dazu perspektivisch den A-Jugendlichen Fynn Mengele aus dem STU-Kader, Zehnter bei den Deutschen Meisterschaften 2017.

Gemeinsam oder individuell - wie sieht bei euch die Saisonvorbereitung aus?

Wir bereiten uns recht gemischt auf die Chance 1. Triathlon-Bundesliga vor. Zum einen mit mehreren Teamtreffen, bei denen gemeinsam mit unseren gesamten Vereinstriathleten Trainingseinheiten stattfinden und auch das Gesellige nicht zu kurz kommt. Im November hatten wir bereits unser traditionelles Hüttenwochenende im Odenwald, wo fast der ganze 2018er Kader zusammen war. Ein weiteres Wochenende mit Schwerpunkt Training fand Anfang März statt. Dazu gibt es immer wieder Trainingslager oder Wettkämpfe, wo sich die Jungs sehen. Unser Trainingszentrum befindet sich am und um den Olympiastützpunkt in Heidelberg, wo der Kern des Teams trainiert, und die sich an den Landesstützpunkten befindenden Athleten, auch immer wieder außerhalb der Treffen dabei sind. In den nächsten Tage geht’s dann in die diversen Ostertrainingslager. Danach schon finden die ersten gemeinsamen Wettkämpfe statt, z.B. beim Wallisellen Triathlon in der Schweiz. Knapp fünf Wochen vor unserer Premiere mit unserem Heimwettkampf im Kraichgau, gibt’s dann noch ein Teamwochenende für den letzten Schliff.  

Worauf freut ihr euch mit Blick auf die Saison 2018 besonders?

Ich persönlich freue mich auf die Gänsehaut, wenn es los geht, die Jungs nebeneinander aufgereiht auf dem blauen Teppich stehen und den Moment, wenn sie sich mit dem Böllerschuss ins Wasser stürzen. Das ganze Team ist gespannt darauf, sich mit den internationalen Topstars zu messen. Die Jungs wollen Erfahrungen sammeln und sich sportlich weiterentwickeln. Außederm freuen sich die Athleten auf die tolle Atmosphäre bei den Rennen mit den vielen Zuschauern, die die Athleten anfeuern und das Auftreten als Team Nikar Heidelberg.

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