News: Hesterwerth und Hoffmann: "Keine Eintagsfliege sein"

03.04.2018 08:52 von Jan Sägert

Kai Hesterwerth (re.) und Patrick Hoffmann wollen sich mit ihrem Team in Liga 1 nicht verstecken (Foto: gebioMized Team W+F Münster)

Auf den letzten Drücken hat das gebioMized Team W+F Münster nach der vergangenen Saison den Sprung in die 1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga geschafft. Dennoch soll das erste Jahr für die Westfalen nicht das letzte sein. Zumal mit einem Heimrennen und einem Stadtrivalen gleich zwei Motivationsspritzen bereit liegen. Wir haben mit den Teamleitern Kai Hesterwerth und Patrick Hoffmann über die Ambitionen ihrer Mannschaft gesprochen.  

Kai und Patrick, wie schätzt Ihr das sportliche Niveau der 1. Triathlon-Bundesliga im Vergleich zu den 2. Ligen ein?

Das Niveau der beiden höchsten Ligen in Deutschland ist sehr hoch, wobei die 1. Triathlon-Bundesliga in Sachen Geschwindigkeit und Dynamik nochmal eine andere Dimension ist. Es gab in der 2. Bundesliga immer wieder Athleten die gezeigt haben, dass Sie auch in der 1. Bundesliga Top-Ergebnisse erzielen können. Dabei muss man aber sagen, dass das die Athleten waren, die die Rennen der 2. Liga dominiert haben. Beispiele, die uns da spontan einfallen sind Lars Pfeifer (damals Weimarer Ingenieure) in der Saison 2016 und Johannes Vogel (KTT01) in der Saison 2017. Die Dichte in der 1. Triathlon-Bundesliga ist einfach enorm und die Spitze besteht aus einigen der weltbesten Triathleten.

Wo seht ihr euch im Vergleich mit den aktuellen Erstligisten?

Wo wir im Vergleich zu den aktuellen Erstligisten stehen, ist eine gute Frage. Dahinter steht auch für uns noch ein großes „Fragezeichen“. Wir wollen den Abstiegsplätzen fern bleiben und uns in der 1. Liga etablieren. Nach fünf Jahren in der 2. Bundesliga haben wir genug Erfahrung im Ligabetrieb gesammelt und freuen uns auf die kommende Saison. Wir haben großes Vertrauen in unseren Kader. Wenn man sieht, welche starken Ergebnisse die Jungs in ihrer Vorbereitung zeigen und wie motiviert wirklich alle im Team sind, haben wir keine großen Sorgen den Klassenerhalt auch zu schaffen. Wir freuen uns riesig darauf, am 2. Juni in den Ligabetrieb am einzusteigen!

Mit welchem Ziel tretet ihr 2018 in der höchsten Triathlonliga Deutschlands an – was habt ihr euch vorgenommen?

Als Neuling ist das Ziel für uns klar definiert. Klassenerhalt! Minimalziel ist der Verbleib in Liga eins. Wir wollen keine Eintagsfliege sein. In den ersten Rennen werden wir uns unsere Position in der Liga hart erkämpfen müssen. Niemand wird uns etwas schenken. Aber verstecken müssen wir uns nicht, wir hoffen mit dem einen oder anderen Top-Ergebnis überraschen zu können und damit zu einer attraktiven Bundesligasaison beitragen zu können. Im Fokus steht für uns natürlich das Heimrennen in Münster. Dort wollen wir vor unserer Heimkulisse ein Super-Ergebnis präsentieren.

Habt ihr euch für 2018 verstärkt (mit wem?) oder setzt ihr auf das bewährte Team, das den Aufstieg geschafft hat?

Im Kern hat sich unser Team im Vergleich zur vergangenen Saison nicht verändert. Alle Athleten sind uns treu geblieben und sind den Schritt in die 1. Triathlon-Bundesliga mitgegangen. Wir haben uns für die neue Saison punktuell verstärkt, zum Beispiel mit dem NRW-Kaderathlet und letztjährigen Deutschen Meister der Jugend B, Paul Völker, sowie dem Niederländer Pim Venderbosch konnten wir richtig schnelle Jungs verpflichten. In Qualität und Quantität sind wir für die Saison gut gerüstet.

Wie bereitet ihr euch auf das Abenteuer 1. Liga vor – und wie sieht der Fahrplan bis zum Auftakt im Kraichgau aus?

Wir bereiten uns hauptsächlich in kleinen Trainingsgruppen vor, die sich meist aus den Wohnorten ergeben. Regelmäßig treffen wir uns zu einzelnen Trainingstagen oder zu Trainingswochenenden, wo wir uns gemeinsam auf die kommenden Aufgaben einschwören. Bevor die Saison dann in die heiße Startphase geht, wird es noch ein Teamgrillen geben, wo wir uns auf die Saison und unsere Ziele einschwören.

Habt ihr eine spezielle Team-Philosophie, die ihr lebt und die euch vielleicht noch extra motiviert?

Teamgeist! Bei uns steht jeder für jeden ein und jeder präsentiert das Team mit Stolz nach außen! Gute Stimmung ist bei uns einfach „Tagesgeschäft“! Jeder bekommt mal einen Spruch, teilt aber auch gern mal einen aus. Das Empfinden wir als sehr wichtig, da man am Wettkampfwochenende 3 Tage zusammen verbringt und an dem gleichen Ziel arbeitet. Das Team hat sich in den letzten Jahren nie groß verändert, wir haben uns immer nur punktuell mit jungen hungrigen Jungs verstärkt. Wir sind stolz darauf, dass der Kern unseres Teams aus dem regionalen Umfeld kommt, also aus NRW dem benachbarten Enschede.

Worauf freuen sich eure Athleten mit Blick auf die Saison 2018 besonders?

Besonders freuen wir uns natürlich auf das Heimrennen in Münster, wenn Freunde und Familie hautnah dabei sein können. Nach dem Startschuss im Hafenbecken und bei der einmaligen Kulisse am Hafengelände wird das Grinsen aus unseren Gesichtern wohl nicht mehr verschwinden. Bei diesem Rennen möchte jeder aus dem Team dabei sein. Leider können wir aber auch da nur fünf Jungs an die Startlinie stellen. Vielleicht machen die Kampfrichter für uns ja eine Ausnahme (kleiner Spaß.).

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